Menschliches


Manche Menschen geben sich so von sich begeistert, dass sie uns komplett entgeistert zurücklassen.

Männer, die gar nicht merken, wie lächerlich ihr Imponiergehabe ist, sind mitunter wirklich rührend.

Frauen, die sich ihrer Schönheit allzu bewusst sind, verlieren viel davon.

Eitelkeit ist harmlos. Plump und abstoßend wird sie erst, wenn Arroganz sich zu ihr gesellt.

Arroganz und Ignoranz sind zwei, die wirklich gut miteinander können.

Kaum etwas verebbt so schnell wie das Hochgefühl eigener Bedeutung.

Bedeutung besitzt, wer anderen etwas bedeutet.

Synonym für Dummheit: Eindimensionalität.

Der Spruch »Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach« ist falsch. In fast allen Fällen nämlich gilt: »Das Fleisch ist willig, der Geist ist schwach«.

Im Schutze der Rose gedeiht so manches Unkraut.

Diejenigen, die von einer Regelung am meisten profitiert haben, fordern als erste, sie wieder abzuschaffen.

Manche glauben, dass ihre rastlose Tätigkeit ein Merkmal von Kompetenz sei. Das Gegenteil ist der Fall.

Epikur: "Kleine Seelen werden durch Erfolge übermütig, durch Misserfolge niedergeschlagen." Wahr ist auch die Umkehrung: Große Seelen werden durch Erfolge gezügelt, Misserfolge lassen sie wachsen.

Superkompensation gibt es nicht nur im Kraftsport.

Etwas beschweigen oder zu verschweigen, ist nicht ein und dasselbe.

Einfaches Rezept für schnelles Karriere-Machen: Schiebe deine Misserfolge auf andere und die Erfolge der anderen beanspruche für dich.

Wer immer mehr besitzt, wird irgendwann von seinem Besitz besessen.

Luxusprodukte bringen Luxusprobleme.

Wo ungeheuer viel Geld verdient wird, geht dies in der Regel zu Lasten heutiger oder zukünftiger Generationen.

Wer einmal ein wahres Laster bei sich selbst oder einer anderen Person erlebt hat, macht sich nie wieder über die Tugend lustig.

Neben einer Liste der Heiligen sollte es eine der Scheinheiligen geben. Ihre Leistungen, so sie denn bekannt werden, sind kaum weniger beachtlich.

Skrupellose Individuen verstecken sich gerne hinter der Maske des nachdenklichen Menschen.

Uns Menschen macht aus, nicht was wir alles zu tun gedachten, sondern was wir getan haben.

Viele Menschen bleiben einsam, weil sie jedes echte Zwiegespräch meiden.

Tief in der Einsamkeit haust der Wahnsinn.

Menschen, die ihren Stolz von den Leistungen oder dem Adel ihrer Familie ableiten, sind Narren.

Enttäuschung: Man hat sich oder man wurde getäuscht. Meist ist es beides.

Sorgen und Probleme ernähren sich von den Gedanken, mit denen wir sie füttern.

Bis ins Letzte verstehen kann man nur etwas, was man selbst auf ähnliche Weise erlebt hat.

Freundliche Menschen können auch unfreundlich werden. Sie müssen es nur nicht so oft.

Der schönste Stillstand ist der Waffenstillstand.

Der selbstbewusste Mensch ist paradoxer Weise der selbstvergessene.

Die Starken dominieren die Schwachen, die Mächtigen die Ohn-mächtigen, die Reichen die Armen. Sie alle jedoch herrschen nicht über die Klugen.

Ein guter Mensch ist schön.

Die Menschen lieben das Irrationale, was zu den verrücktesten Unternehmungen führt. Liegt dies an der Schwäche unseres Verstands? Nein, an seiner Reichweite.

Höflichkeit kann bis zu einem gewissen Grade Desinteresse oder Dummheit kaschieren.

Um in einer Demokratie gehört zu werden, muss man sich politisch äußern, nicht privat.

Wut- und Hassbürger sollten in ihrer Freizeit Unkraut jäten.